Journal
30. Juni 2026
Über „Der in das Gewand eingenähte Vers“
Text
nagaya ou kishin no kesa ni nuitsukerareta shi — Der in das Gewand eingenähte Vers.
Zur Herkunft
Ein Gāthā, das Prinz Nagaya in Goldfaden entlang der Säume von tausend Kesa-Gewändern einsticken ließ, die er den Mönchen der Tang sandte. Seine vier Zeilen — „Verschiedene Länder, Berge und Flüsse; ein und derselbe Himmel, Wind und Mond. Den Kindern des Buddha dargebracht, um ein noch kommendes Band zu knüpfen“ — sind in den Vollständigen Tang-Gedichten (Quan Tangshi), Bd. 732, unter dem Titel „Auf dem Saum eines bestickten Kesa“ verzeichnet. Der Vers soll Ganjin zu seiner Überfahrt nach Japan bewogen haben.
Zur Deutung
Berge und Flüsse trennen ein Land vom anderen; derselbe Wind und Mond ziehen über beide hin. Was trennt, ist Entfernung, nicht der Himmel. Das Gewand wird an noch nicht Begegnete gesandt, um ein noch nicht gekommenes Band zu knüpfen. Das Band ist geknüpft, ehe die Begegnung geschieht.
Zum Gewand
Das Siegel dieses Wortes wurde in Tokio vom Künstler Satake Hōsen von Hand geschnitten. Die Vorderseite trägt das Siegel dieses Wortes; Rückseite und Innenlabel tragen das Hōsen-Siegel (寳千), gedruckt in Zinnoberrot.
Die Basis ist die Bella + Canvas 3001 für Kurzarm, die Gildan 2400 für Langarm. Ein Gefäß für das Wort, nicht der Gegenstand selbst.
― hosen, tokyo
Das Kleidungsstück zu diesem Wort
Der in das Gewand eingenähte Vers
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